Umgang mit Wespen

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Die "lästige" Wespe, die auf dem Kuchen lauert und in der Cola schwimmt, ist jedermann bekannt. Doch nur zwei Arten, die Deutsche Wespe und die Gemeine Wespe, sind die ungebetenen Gäste. Alle anderen Arten, darunter auch die Hornissen, zeigen dieses Verhalten nicht.

Alle Echten Wespen jagen und töten andere Insekten. In freier Natur erfüllen Sie durch ihre Ernährungsweise eine wichtige Funktion als Vertilger von Schädlingen und Aas.
 

  Erkennungsmerkmale der "lästigen" Wespen:

  • Alle Wespenvölker, die nach Mitte September immer noch stark fliegen; bei günstiger Witterung bis Mitte November.
     
  • Hohe Volksstärke von mehreren Tausend Tieren.
     
  • Nester, vorwiegend in Erdhölen oder aber in anderen dunkelen Holräumen. Keine freihängenden Nester wie z.B. in Hecken, Geäst oder auf hellen Dachböden.
     
  • Die Sächsiche Wespe baut ihr Nest in menschlichen Behausungen, z.B. unter Holzdächern oder auf Dachböden. Sie zählt aber nicht zu den "lästigen" Wespen und daher eher zu den Nutztieren.
     
  • Wespenstiche sind nur gefährlich für Menschen, die Allergien gegen das Wespengift entwickelt haben, und in Fällen, in denen Wespen versehentlich mit der Nahrung verschluckt wurden. Die Schwellung in Folge eines Stiches im Rachenraum kann zum Ersticken führen. In solchen Fällen muß umgehend ein Notarzt alarmiert werden (Telefon112).
     
  • Das Gift ansich ist für Menschen nicht gefährlich. Es wurde berechnet, das mindestens 1000 Hornissenstiche notwendig sind, um das Leben eines 70 kg schweren Menschen zu gefährden.
     
  •    Verhaltensregeln:

  • Grundsätzlich greifen Wespen nur an, wenn sie sich bedroht fühlen.
     
  • Werden Sie von Wespen angeflogen, schlagen Sie nicht nach ihnen und machen Sie keine hektischen Bewegungen. Wespen können einen Agressor nur durch hektische Bewegungen erkennen.
     
  • Wespen nicht anpusten. Feuchte, warme CO2-haltige Atemluft werten Wespen ebenfalls als Angiff.
     
  • Wespen die sich zufällig auf Menschen setzen, vorsichtig abstreifen oder abschütteln.
     

  • Schutz vor Stichen ( bei Allergie ):

  • Vorsicht beim Obst- und Blumenpflücken. Vor allem überreife Früchte (Pflaumen, Zwetschgen, Trauben) werden von Wespen beflogen. Früchte im Haus vor Wespen schützen (bei Bienen praktisch keine Gefährdung)
     
  • Vorsicht beim Einkochen von Marmelade.
     
  • Meiden Sie Mülleimer und Abfallkörbe im Freien.
     
  • Im Garten und in der freien Natur nicht barfuß laufen, keine offenen Schuhe tragen.
     
  • Langärmlige Kleidung und nach Möglichkeit lange Hosen tragen (bei nicht vermeidbarer Gefährdung unbedingt Kopfschutz). Bunte Kleidung stellt keine Gefahr dar.
     
  • Auffällige Gerüche vermeiden: Parfüm, parfümierte Seife, Sonnencremes, Haarspray, Rasierwasser (auch starkes Schwitzen kann Bienen manchmal rebellisch machen).
     
  • Wohnungsfenster (ev. Anbringen von Insektengittern) tagsüber geschlossen halten.
     
  • In Insektennähe keine hastigen Bewegungen machen. Nicht in die Nähe von Bienenvölkern gehen. Wenn sich Insekten nur zufällig auf den Menschen setzen, die Tiere abschütteln oder abstreifen.
     
  • Ein sicherer Schutz durch Insektenschutzmittel ist nicht möglich. Rauch kann Insekten vertreiben.
     
  • Wespennester (z.B. auf dem Dachboden) können mit Insektengiften bekämpft werden.

     
  • Verhalten bei Stichen:

  • Den Stachel möglichst schnell entfernen.
     
  • Achtung: den Stachel nicht mit den Fingern herausziehen (da sonst das restliche Gift aus der Giftdrüse in die Einstichstelle gedrückt wird), sondern mit dem Fingernagel wegkratzen. Leicht abbinden (so daß der Puls noch fühlbar ist).
     
  • Bei Wespenstich im Rachenraum nach Möglichkeit Eis lutschen, um die Schwellung zu verlangsamen.
     
  • Bei Atemnot und Kreislaufstörungen den NOTARZT rufen: Telefon 112
     
  • Ist bei Ihnen eine Wespengiftallergie bekannt, fragen Sie Ihren Arzt nach sofortmaßnahmen bei Stichen.
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