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Gefahr aufspüren - Unfälle vermeiden.
(Quelle: Kindersicherheit.de)
Bis zu 2.000.000 Kinder werden jedes Jahr bei Unfällen verletzt. 650 Kinder unter 15 Jahren verunglückten 1999 tödlich.
Hauptursache waren Tranportmittelunfälle (331), gefolgt von Ertrinkungsunfällen (109) und Verbrennungsunfällen (46). Bei den nicht-tödlichen
Unfällen sind Sturzunfälle mit über 50% die häufigste Unfallart. Weniger häufig, jedoch mit besonders schwerwiegenden Folgen, treten thermische Verletzungen und Ertrinkungsunfälle auf. Die physischen und psychischen Folgen hat
das Kind ein Leben lang zu tragen. Nicht zu vergessen ist auch das Leid der Eltern, die den Unfall nicht haben verhindern und sich von den Schuldgefühlen nicht haben freimachen können. Einem Großteil der Verbrennungs-,
Verbrühungs- und Ertrinkungsunfälle im Heim- und Freizeitbereich kann mit den richtigen Vorsichtsmaßnahmen vorgebeugt werden. Sicherheitsartikel wie z.B. Herdschutzgitter, Rauchmelder und Schwimmwesten sind unverzichtbare
Hilfsmittel zum Schutz der Kinder.
Thermische Verletzungen:
- Thermische Verletzungen umfassen Unfälle durch Feuer und Flammen (einschließlich Rauchvergiftungen) sowie durch Verbrennungen und Verbrühungen.
- über 90 % der tödlichen thermischen Unfälle sind Brände in Privatwohnungen
- 1999 mussten ca. 7.000 Kinder mit Verbrühungen oder Verbrennungen im Krankenhaus behandelt werden. 46 starben.
- Auf eine tödliche thermische Verletzung kommen ca. 144 schwer verletzte Kinder. Schwere Verletzungsfolgen wie Narben oder funktionelle
Beeinträchtigungen erfordern eine lange Nachsorge.
- 70% der thermischen Verletzungen ereignen sich bei Säuglingen und Kindern unter 5 Jahren.
- In 80% der Fälle übergießen sich die Kinder mit heißen Flüssigkeiten oder berühren heiße Gegenstände.
- Die meisten Unfälle geschehen dabei im 2. Lebensjahr, wenn das Kind Laufen und Gegenstände zu sich herunterziehen kann.
- Unfallursachen bei älteren Kindern sind Flammen, Brände, Strom und Säuren sowie im Schul- und Teenageralter Feuerwerkskörper.
- Schon Wassertemperaturen von 52°C können die Haut eines Kleinkindes schädigen, wobei der Inhalt einer Tasse bis zu 30% der Körperoberfläche verbrühen
kann.
Ertrinkungsunfälle:
- Im Jahr 2000 starben 56 Kinder durch Ertrinken.
- Pro Todesfall werden 5 - 10 "Beinahe-Ertrinkungsunfälle" angenommen: Zwar können die Kinder dank intensivmedizinischer Maßnahmen gerettet
werden, doch zeigen die Studien erschütternde Ergebnisse:
- Fast jedes vierte Kind stirbt innerhalb des ersten Jahres nach dem Unfall.
- 18% lagen nach einem Jahr immer noch im Koma.
- 37% behielten schwere, 13% mäßige neurologische Schäden zurück.
- Bei nur 7% fanden sich leichte bis gar keine neurologischen Defizite.
- Jedes zweite Kind trägt als Spätfolge eine Epiläpsie davon.
- Die Mehrzahl der Ertrinkungsunfälle bei Kleinkindern ereignet sich im häuslichen Umfeld: im Gartenteich, Pool oder einem nahegelegenen Bach.
- Schulkinder verunglücken häufiger in Schwimmbädern oder Badegewässern
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