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Jugendfeuerwehrleute erwarben die Leistungsspange (zurück)
 Daniel Dohle, Rödingen Martin Joachimi, Rödingen Yvonne Simon, Rödingen Sven Polacek, Ameln Patrick Simon, Rödingen Markus Wallrath, Rödingen
Dominik Jung, Rödingen Sarah Schopen, Ameln Torsten Polacek, Ameln
haben am Samstag, dem 28.09.2002, nach einem anstrengenden Wettbewerb, neben 34 anderen Jugendfeuerwehren aus ganz NRW, die
LEISTUNGSSPANGE DER DEUTSCHEN JUGENDFEUERWEHR erhalten. In einer 8 Stunden dauernden Abnahmeprüfung haben die Jugendlichen in 5 Disziplinen ihr Wissen und Können in der Feuerwehr erfolgreich unter Beweiß gestellt.
Hier ihr Bericht:
Ein flaues Gefühl war da schon im Bauch als wir uns am frühen Samstag Morgen trafen. Dennoch, alle waren gut gelaunt und freuten sich, die Leistungsspange heute endlich erwerben zu können.
Bereits um 6.00 Uhr morgens, nach einem gemeinsamen Frühstück im Feuerwehrhaus, machten wir uns mit unseren Betreuern auf den Weg nach
Kempen-St. Hubert im Kreis Viersen. In der Anfahrtsbeschreibung des Veranstalters wurde auf Lotsen verwiesen, die in St. Hubert anreisende Gruppen einweisen sollten. Anscheinend hatten man nicht mit so
frühzeitig anreisenden Gruppen gerechnet, denn noch war keiner der Lotsen auf seinem Posten. Wir entschlossen uns also selbst nach der Sportanlage zu suchen.
Der Parkplatz an der Sportanlage wurde für das Rahmenprogramm der Feuerwehrtaucher benötigt, so dass die Fahrzeuge nach dem Absitzen in ein 1km entferntes Industriegebiet gefahren werden sollten.
Jugendwart Dennis W. aus Rödingen war es aber gelungen, unsere Fahrzeuge im benachbarten Wohngebiet in einer Reihe von dort völlig unauffällig parkenden roten Autos (mit blauen Rundumleuchten), geschickt getarnt, unterzubringen.
Nach dem Anmelden und einiger Wartezeit nahmen alle Gruppen Aufstellung in einer Seitenstraße. Von einem Feuerwehrmusikzug begleitet zogen wir dann ins Station ein (Olympia lässt grüßen). Mit den Jugendfeuerwehren der Städte Datteln, Gescher, Heinsberg, Kranenburg und Xanten bildeten wir Block 5.
Basti, unser Blockführer, wusste bis zu dem Zeitpunkt noch nicht, dass er in ca. 5 Minuten Blockführer von Block fünf werden würde. Aus irgendeinem Grund fehlte ein Blockführer, so dass er kurzerhand einspringen
musste. Basti ist Feuerwehrmann im Kreis Viersen und hatte bis dahin mit der Leistungsspange eigentlich nicht viel am Hut. So begrüßte er uns mit den Worten "Hallo, ich bin grade eben euer Blockführer geworden, weiß
jemand wie das hier funktioniert?" Kein Problem Basti, "Hauptsache das Schild mit der Aufschrift Block 5 immer schön hochhalten (grins), der Rest geht dann von
alleine". Und er hat seine Sache gut gemacht, zügig kamen wir von Wettbewerb zu Wettbewerb. Über Funk waren die Blockführer mit einer kleinen mobilen Einsatzleitung verbunden, die uns dann jeweils zu einem
freiwerdenden Wettbewerbsplatz lotste. Das war gut organisiert und wir brauchten nirgendwo lange zu warten.
J-FWD-V08/15 ??? : Die Jugendfeuerwehr im Sporteinsatz
Neben dem feuerwehrspezifischen Teil der Prüfung wurde eine Gruppenleistung im 1500m Staffellauf sowie
im Kugelstoßen abverlangt. Hierfür hatten wir seit mehreren Wochen auf der Rödinger Sportanlage trainiert. Gutes Augenmaß, Geschick und Schnelligkeit erforderte wiederum der Aufbau einer 120m langen
C-Schlauchleitung. Diese musste in weniger als 75 Sekunden verlegt sein. Aber nicht nur auf die Schnelligkeit kam es an, jeder Schlauch sollte schnurgrade liegen und durfte keine Verwindungen haben.
Letzteres hätte sofort zum Nichtbestehen geführt. In einer mündlichen Prüfung galt es Fragen zur Feuerwehrtechnik und -organisation, zu Löschverfahren und -mittel und zur Unfallverhütung zu
beantworten. "Wer ist das Staatsoberhaupt?", oder "Wie heißt die Hauptstadt Deutschlands?" waren Fragen
zur Gesellschafts- und Jugendpolitik. In dieser Prüfung haben wir auch "dick abgesahnt". Eigentlich durften wir uns zu jeder Frage beraten, das war aber nicht notwendig, da wir gut vorbereitet waren und alle Fragen
sofort beantworten konnten. Zur Mittagspause gab es super leckere Erbsensuppe aus der Feldküche. Da wir aber noch die Feuerlöschübung zu absolvieren hatten, entschlossen wir uns mit dem Essen bis nach der Übung zu warten,
um nicht mit vollem Bauch arbeiten zu müssen. Dafür haben wir anschließend um so lieber "zugelangt".
Bei der Feuerlöschübung, der klassischen Disziplin bei der Abnahme der Leistungsspange, zeigten wir unser ganzes Können. Während Daniel, Martin, Dominik und
Torsten die Saugleitung zur Pumpe hin errichteten, verlegten Markus und Patrick das erste C-Rohr. Sarah koordinierte die Schlauchleitungen am Verteiler. Wie ein erfahrener Feuerwehrmann zeigte Sven, als Maschinist,
sein Können an der Pumpe. Yvonne als Gruppenführerin rundete das Bild perfekt ab. Von der Zusammenarbeit und dem Miteinander in der Gruppe zeigten sich die Wertungsrichter so beeindruckt, dass sie uns hier die
volle Punktzahl gaben. Darüber hinaus wurde bei jeder Disziplin das Erscheinungsbild und das Auftreten der Gruppe bewertet. Hier überzeugten wir mit unserem geordneten
und selbstbewussten Verhalten mühelos die Wertungsrichter. (Wenn das unsere Lehrer wüssten!) Nach Abschluss der Wettbewerbe gingen wir dann endlich essen, denn so langsam knurrte mittlerweile
auch uns der Magen. Bis zur Verleihung der Spange war noch jede Menge Zeit und wir sahen Jugendlichen anderer JF beim Gerätetauchen in der Tauchübungsanlage zu. Eine Feuerwehrtauchergruppe bot den
Jugendfeuerwehrleuten an, zusammen mit einem Tauchlehrer, in das 35°C warme Wasser des mobilen Beckens zu Tauchen. Inklusive eines Erinnerungsfoto, das durch eines der Unterwasserfenster von außen geschossen wurde.
Zu Verleihung der Spangen zogen wir dann wieder mit Blasmusik ins Stadion ein. Nach kurzen Ansprachen der Verantwortlichen und von Ortspolitikern erhielten alle Jugendlichen in einem feierlichen Rahmen die
Leistungsspange überreicht. Wie es vorgeschrieben ist wurde sie jedem von uns persönlich an die Uniform gesteckt. Cool, das ist sie also, die Leistungsspange!
Müde und erschöpft packten wir anschließend unsere Sachen zusammen und fuhren mit den MTW's, die Dank' Dennis ja in der Nähe standen, wieder nach Hause.
(zurück)
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